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HEIDESEE TRIATHLON FORST 2015 // 2. Platz gesamt

Volle Kraft voraus beim Heidesee Triathlon in Forst am 17.5.2015

 

Und wie schnell war er jetzt da, der Start in die Triathlon Saison 2015. Am 17. Mai war es soweit und endlich konnte ich bei einem Triathlon teilnehmen, der mit seinem langen Bestehen und zahlreichen Topstartern schon als Kultrennen zu zählen ist. Der Heideseetriathlon in Forst. Da ich meinen Start beim Viernheimer Vcard Triathlon leider absagen musste, kam Forst auch als das perfekte Testrennen für die bevorstehende Langdistanz der Challenge Dänemark, die am 13. Juni in Herning/Billund ausgetragen wird, sehr gelegen. Zum Glück, denn so wurde rechtzeitig noch das ein oder andere technische Problem am Wettkampfrad aufgedeckt und von den Rad-heilenden Händen des Micha Wagner behoben.

 

Am frühen Morgen des Wettkampftages war am Heidesee mit der Austragung des DTU Jugend-Cups schon die Hölle los. Betreuer, Eltern und Trainer haben den Jungs und Mädels der Junioren, Jugend A und B lautstark eingeheizt, die erst den Heidesee zum Brodeln und dann den Asphalt zum Glühen brachten.

 

Etwas geordneter ging es dann um 12:00Uhr bei dem Start der Herren auf der etwas verkürzten olympischen Distanz zu. Sämtliche Frauen und Männer ab AK 45 starteten erst um 13:20 Uhr als Sebastian Kienle, Timo Bracht und Frederic Funk das Podest des Herren-Rennens schon komplettiert hatten. Mit „circa“ 1000m Schwimmen im Heidesee, 32km Rad fahren und 7,5km laufen war von vornherein schon für ein schnelles Rennen gesorgt, wobei „schnell“ ja für uns Langstreckler etwas vorsichtig formuliert werden muss ;-)

 

Das betrifft bei mir vor allen Dingen und "leider leider" nach wie vor die Schwimmerei, trotz regelmäßiger 16km Schwimmen pro Woche seit Beginn des Jahres, hat sich da nicht arg viel getan und so kam ich schon mit 1:17min Rückstand auf die spätere, aus Frankreich angereiste, Siegerin Mariane Ott, aus dem Wasser. Auf der 3-ründigen Radstrecke konnte ich mich schon nach 5km auf Platz drei vorfahren, die dann vor mir liegende Heike Funk, die in ihrer Jugend in der Nationalmannschaft geschwommen war und eine erfolgreiche Triathlon-Karriere hinter sich hat (z.B. 2. Platz bei der Challenge Roth 2003 hinter Nicole Leder), konnte ich erst bei km 25 einrollen. Gemeinsam mit ihr ging es dann auf die Laufstrecke. Heike gab mir noch ein paar sportlich motivierende Worte mit auf dem Weg und so begab ich mich auf die Jagd nach Platz 1.

 

Ich war selbst ganz erstaunt, was sich da für km Zeiten auf meiner Uhr ablasen. Die erste Runde von 2,5km war deutlich schneller als im 3:45‘/km Schnitt zurückgelegt. Der erste km sogar in 3:33‘/km. Ich wusste überhaupt nicht, dass meine Beine solche Geschwindigkeiten noch zu laufen im Stande sind. Und kein einziger Muskel wollte müde werden. Ich fand das schon fast ein bisschen beängstigend. Aber der Trainerwechsel hin Wolfram Bott hat in den letzten 5 Monaten seit Anfang 2015 so einige Änderungen mit sich gebracht. Vor allem was das Trainingsvolumen betrifft. Scheinbar hat dies auch meiner Rad/Lauf-Grundschnelligkeit gut getan.

 

Wenn die Strecken mit 1-32-7,5km so gestimmt haben, war das ein grottenschlechter Start in den Tag, gefolgt von einer starken Radperformance mit 47:15min für 32km, was ein 40kmh Durchschnitt bedeutet den ich ganz für mich alleine durchgefahren bin. Erst auf den letzten 200m, kurz vor dem Abbiegen zur Wechselzone, hat mich eine Männergruppe der AK45 aufwärts eingeholt. Das hat mich schon verblüfft. Daher war ich umso gespannter wie sich A) das Absteigen vom Rad und B) das Schwingen der Laufbeine anfühlen würde. Aber auch das war eine wahrlich positive Überraschung.

 

Die Beine haben sich einfach gedreht. Wie geölt. Am Ende stand da eine 28:22 min für die 7,5km Laufrunde. Ein 3:48‘/km Schnitt. BÄM. Just like that. Ach ja und Mariane Ott, die 10 Jahre jüngere Französin, die 1:17Minuten vor mir vom Rad stieg, hatte ich dann bei km 6,5 eingeholt. Aber da kam ihr französisches Supporter Team aus den Büschen gesprungen und hat sie nach vorne gejagt und geschrien. Keine Chance für mich mit ihrem Schlusssprint mitzuhalten und so finishte Mariane 13 Sekunden vor mir auf Platz 1. Verdient.

 

Mit dem zweitbesten Radsplit, der nur 11 Sekunden langsamer war als Marianes schnellste Radzeit, dem schnellsten Laufsplit und dem gesamt 2. Platz bin ich aber doch mehr als glücklich. Saisonstart geglückt!

 

Und weiter geht's nach Dänemark zur Challenge Herning-Billund :-)