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Triatlon Cabo de Gata Nijar 2015 // 2. Platz gesamt

“What goes up must come down” heißt ein englisches Sprichwort…passt hervorragend zu der anspruchsvollen andalusischen Mitteldistanz, dem Triatlon Cabo de Gatar Nijar, und in umgekehrter Version zur persönlichen Gemütsverfassung, wenn man diese mit meinem vorherigen Wettkampfbericht vergleicht ;-) What goes down must come up. Und das trifft definitiv die aktuelle Stimmungslage!

 

Obwohl ich mit angeschlagenem Immunsystem und nächtlichem Husten nach Andalusien angereist war, stieg das Befinden schon in den ersten 24 Stunden deutlich: Sommer, Sonne, Strand und Meer ließen keine Wünsche offen. Im Hotel Adaria Vera wurden wir bestens versorgt, so dass sich die Number #1 Supporterin Momsie Kuch und ich uns voll und ganz auf Training und Erkundungstouren konzentrieren konnten. Mit im Hotel war auch die ungarische Nationalmeisterin im Zeitfahren, Veronika Kormos, untergebracht sowie die starke österreichische Radfahrerin und Triathletin Sylvia Gehnböck mit ihrem Lebensgefährten Christian. Dank Sylvia habe ich nun einen noch besseren Überblick über Lauf- und Radmöglichkeiten in und um Vera für mein geplantes Trainingslager. Absolut Spitze. Wir haben alle zusammen ein paar sehr schöne Touren und Tage miteinander verbracht.

 

Dank Laszlo Somogyi, der mich hartnäckig zur Teilnahme beim Triatlon Cabo de Gata Nijar überredete, hatte ich am 18.10. ein echtes Vergnügen und die Chance diese Saison doch noch auf einem Hoch zu beenden. Andalusien, der südlichste Festlandteil Spaniens, hat  im Oktober immer noch perfekte Wettkampfbedingungen. Nicht nur aus diesem Grund bin ich 2015 ein zweites Mal nach Alicante gereist um dort per Mietwagen, Rad und zu Fuß die Gegend um Vera zu erkunden und Trainingsstrecken sowie die Unterkunft für mein erstes als Triathlon Coach angebotenes Trainingslager zu besichtigen. Im März und April 2016 will ich ja dann als frisch gebackene Triathlon A-Trainerin für meine Athleten in Andalusien perfekte Trainingsvoraussetzungen für die Triathlon-Saison 2016 schaffen.

 

Okay, warum dann nicht gleich noch eine Mitteldistanz als Saisonabschluss anhängen, wenn sich das zeitlich so anbietet! Direkt gegen Ende der Besichtigungswoche lag am 18.10. ja der Triatlon Cabo de Gata Nijar, eine anspruchsvolle Mitteldistanz mit Startpunkt in der kleinen malerischen Bucht von San Jose.

Nach 1,9km schwimmen im offenen Meer geht es bei diesem Rennen direkt mit dem Rad bergauf und entlang der 80km Wendepunktstrecke über 1045 Höhenmeter hinweg wieder zurück zur ersten Wechselzone. Die Strecke ist ein Traum! Von San Jose aus windet sie sich durch eine karge Gebirgslandschaft mit minimalen Pflanzenwuchs, hier und da ein paar Kakteen, und eröffnet entlang der Küste immer wieder den Blick auf die unglaubliche Weite des tiefblauen Mittelmeeres

Zurück in San Jose wechselt man dann, unter dem ausgiebigen Jubel der spanischen Zuschauer, in die Laufschuhe. Keinen Funken Energie sparen die feurigen Südländer, um jeden Teilnehmer den umgehend bergigen Einstieg in die Laufstrecke empor zu klatschen und zu schreien.  Nach den ersten fünf asphaltierten Laufkilometern geht es dann weiter über Stock und Stein. Bergauf, bergauf und nochmals bergauf, über 360 Höhenmeter bis hin zum Wendepunkt und wieder Retour. Beim Laufen ist höchste Konzentration geboten, da kein Stück des holprigen, steinigen Weges dem Fuß eine flache Aufsatzmöglichkeit bietet.

Wind und Hitze stellen zusätzliche Herausforderungen an jeden Teilnehmer. Trotz langer Saison und unter anderem einem stetig wachsenden Athleten Team verschaffte ich mir mit 4:44:23 Std. einen sicheren zweiten Platz im Gesamtklassement der Frauen. Mit zehn  Minuten Vorsprung errang die Vorjahressiegerin und starke Österreicher Radfahrerin Sylvia Gehnböck in 4:34:25h erneut Platz eins. Den dritten Platz der Frauen belegte Yessika Perez Torrente mit 4:54:28Std. Platz eins bis drei der Herren gingen an Diego Paredes Gomez (3:59:56), Rafael Lao Fernandez (4:07:31) und Ivan Suarez Lopez (4:08:20).

 

Mit neuen Eindrücken und Erfahrungen der Region um Vera als Vorbereitung für das Trainingslager, sportlichen Tagen zusammen mit Laszlo, Sylvia und Veronika, einem Wettkampf in beeindruckender Landschaft kam ich bester Stimmung wieder nach Deutschland zurück.

 

Vom Flughafen in Frankfurt-Hahn ging es dann am Montag den 19.10. direkt weiter an den Olympiastützpunk Frankfurt zur A-Lizenz Ausbildung (Langdistanz Leistungssport) der DTU.

 

Heute, am 25.10. hatten wir dann als gemischte Marathonstaffel in Frankfurt nochmal richtig Spaß und in Anbetracht der Tatsache, dass der Körper alles andere als frisch war, war ich mit einem 4:07‘/km Schnitt über die 14km mehr als zufrieden :-)

 

Jetzt heißt es für mich nicht wirklich pausieren, sondern eher die trainingsreduzierte Zeit zu nutzen um die inzwischen überdimensionale To Do Liste anzugehen, neue Ideen in die Tat umzusetzen und die frisch an Bord gekommenen Athleten kennen zu lernen.

 

Iiiiiirgendwann werde ich mir dann selbst auch Gedanken um die eigene nächste Saison machen :-)

 

In diesem Sinne: Onwards and upwards!

Eure Celi

Start Triatlon Cabo de Gata Nijar

Foto: Kuch