15. August 2010
Eines ist klar, Herr Ottmar Rees, Organisator des Sprint Triathlon in Maibach, hatte definitiv nicht zu viel versprochen als er behauptete „Bei uns ist keiner eine Nummer“. Dieses Versprechen hat er dann auch wahr gemacht als mir meine Wettkampf-Fahrgelegenheit flöten ging und ich mir ein Mietauto nicht leisten konnte. Er blieb per E-mail am Ball und versuchte sogar eine Mitfahrgelegenheit aus Mannheim zu organisieren. Als leider auch dies nicht klappte schickte uns der Himmel den lieben Uwe Leopold, ein super netter (und schneller!) Weinheimer Triathlet, der ohne großes Zögern den Opel Safira seiner Familie zur Verfügung stellte. Bequemer ging es gar nicht. In Nullkommanichts erschien ich Sonntag früh pünktlich vor Ort in Maibach. Selbst das Wetter hielt noch eine ganze Weile für uns aus. Danke lieber Uwe und Familie, Ottmar Rees und lieber Wettergott!

Geschwommen wurde in einem 25meter-Becken mitten in Maibach. Einem hübschen kleinen Ort hinter Frankfurt (wenn man aus HD kommt). Da die eine Seite des Pools bedenklich flach war und zudem einam Beckenrand befestigtes Geländer bedrohlich über dem Wasser hing strich ich die Rollwende auf dieser einen Seite da ich mir ziemlich sicher war dort die Fersen beim Wenden anzuschlagen. Dies war einer der Gründe für meine lahme 300meter-Schwimmzeit von fast 4:30minuten. Ein weiterer Grund war das Schwimmen in meinem leicht zu großen Triathlon-Einteiler was mich eher etwas an meine DLRG Rettungs-Schwimmprüfung und das Schwimmen in Kleidern erinnerte.
Mein Schwimm-Ausstieg hätte auch etwas eleganter und schneller passieren können und hätte garantiert keine grandiose B-Note erhalten.
Als zweite ging ich dann auf die Radstrecke aber konnte schon auf dem ersten Kilometer die schnellere Schwimmerin, Manuela Bartels, wieder einholen. 
Die Radstrecke hat ein paar knackige Höhenmeter in sich – das steht mal fest und ich muss sagen dass ich verdammt froh war die17km auf trockenem Boden zu fahren. Die Strecke ist aber wunderschön und herrlich grün. Ich glaube mich haben maximal zwei Autos überholt….aber es war ja auch noch früh am Sonntag Morgen.
Mit leicht angeschlagenen Beinen ging es dann auf die 6km Laufstrecke. Es brauchte keine 500 Meter und schon war man mitten im Wald.

Und da blieb man dann auch für die nächsten 5,5km. Und zwar über Stock und Stein. Superschön. Grüner und vor allem auch giftiger ginge es garantiert nicht! Die Waldluft war ein Traum und es war interessant für mich mal als erste und ganz alleine einen Wettkampf zu bestreiten. Auf dem Rad viel mir das noch gar nicht so extrem auf. Da die W30 aber als erstes gestartet wurde und alle schnellen Jungs erst später am Tag dran waren war ich tatsächlich mutterseelenalleine unterwegs. Das erfordert dann schon eine Menge Eigendisziplin sich die gesamte Strecke über Druck zu machen. Ich habe mir dann einfach vorgestellt dass meine Team-Kollegin Nina neben mir rennt ;) Ich hoffe das geht okay Nina. Irgendwie hat’s aber geholfen.
So und nach dem Rennen musste erst mal ganz wichtiger weise geklärt werden dass die Celi nicht aus AUSTRALIEN sondern NEUSEELAND zurückgekehrt ist!!! Und außerdem musste ich mich natürlich für dieses wunderschöne Rennen zu bedanken.
Danke auch für diese tollen handbemalten Sieger-Teller. Ganz ganz schön sind die. Schon alleine um das Service zu vervollständigen bin ich 2011 wieder am Start ;)
Auf keinen Fall möchte ich es aber verpassen Euch diesen flotten Herrn hier noch vorzustellen: Kalli Flach. Voller Inspiration, mit einem Lächeln auf den Lippen und der Hoffnung dass auch ich noch weitere 40 Jahre diesen Sport unbedenklich und mit ungetrübter Leidenschaft betreiben kann fuhr ich nach der Begegnung mit Ihm wieder nach Hause.
Kalli ist nun 73 Jahre jung. Er hat 1982 bei den ersten Triathlon Veranstaltungen in Deutschland teilgenommen. Im Herbst 1981 wurde vom US-amerikanischen Sender ABC Material für eine 10-minütige ZDF-Sportreportage zur Verfügung gestellt die über den Ironman Hawaii desselben Jahres berichtete. Dies war der Auslöser für die im folgenden Jahr erstmals organisierten Triathlon-Wettkämpfe in Deutschland bei denen Kalli Flach direkt am Start stand. Kalli wurde nur wenige Jahre später sogar Europameister auf der Langdistanz.
Herzlichen Glückwunsch zum 1. Platz der M70 beim Maibach Triathlon in 1:30h, Kalli! Und dies nach einer Operation am Kopf vor nur wenigen Wochen. Die Folge eines Sturzes beim legendären Fisherman’s Strongman Run - ein Hindernisslauf über Stock und Stein, durch Matsch und Schlamm. Kalli durchlief diesen – man bemerke inklusive Sturz – in sagenhaften 3:32h. Leider hatte sein Sturz zu einer Blutung im Kopf geführt die etwas später hat operiert werden müssen. Nichtsdestotrotz – Kalli ist wieder mit vollen 100% dabei wie man beim Maibacher Triathlon ja sehen konnte. Respekt!!!!
So und last but ganz sicherlich not least: Ein Frosch beim Triathlon der einen Tag voller Einser beschert!
Nachdem ich mich beim Maibach Triathlon frecher Weise recht spät noch in die Teilnehmerliste habe quetschen lassen bekam ich in der Woche vorm Wettkampf eine nette mail von einem Engel…oder sollte ich besser Frosch sagen ;) Matthias Engel ist seit Jahren dabei seine GRASSGRÜNE Laufmontur immer weiter auszuschmücken. Erst war es mal ein T-shirt, dann kamen grüne Kompressionssocken dazu, dann die grüne Hose und inzwischen konnte sogar noch eine ebenso GIFTIG GRÜNE Kopfbedeckung aufgetrieben werden. Matthias Engel, alias Kermit the frog, stieß dann im Internet auf meine New Balance Grün&Giftig Bewerbung: „It’s not easy being green (Kermit the frog)“ und schickte mir daraufhin ein Bild von sich. Als genau derselbige….aber nicht beim Hüfen….sondern beim Laufen…hier der Beweis:
Natürlich konnte er mir die Bitte nicht abschlagen seine volle Montur zum Maibacher Sprint mitzubringen. Wann sollte ich JEMALS wieder die Chance haben mein grosses Grün&Giftig-Idol zu einem Fotoshooting zu treffen??? SO einen Tria-Läufer-Frosch habe ich noch NIE gesehen und finde ich auch garantiert NIE wieder. Hier ist das Ergebnis…hihi…
Was dann auch noch witzig war ist Kermit’s letzte Wettkampf-Geschichte:
„Beim Anmelden (zum 20. Oberhainer Volkslauf am 8. Mai 2010) hätte ich eigentlich die Nummer 110 bekommen, aber ich wollte die darauf folgende 111 und habe darum gebeten. Wurde mir „ausnahmsweise“ auch bewilligt. Und das war ja dann schon ein wenig prophetisch von mir: Ich kam tatsächlich als Gesamt-111-ter ins Ziel! ;-)“
Seltsamer weise hatte dann auch ICH beim Maibach Triathlon die Startnummer 111. Da ich Matthias’ Startnummerngeschichte kannte war dies schon ulkig. Aber dem war nicht genug, was mir nach dem Sprint Triathlon erst gar nicht auffiel war die Tatsachen dass ich neben dem gesamt-ersten Platz bei den Frauen auch in der gesamten Wettkampfwertung (Frauen und Männer) auf dem 11. Platz gelandet war. Tatatataaaaaaaa…111. Wenn DAS nicht ein Omen ist. Das Ganze dann auch noch in genau 1:00h….der Wahnsinn!

Applaus, Applaus, Applaus!!!
Also, meine Lieben, ein bisschen Spaß muss sein!!! Denn wie Kermit so schön zu quaken pflegt: „Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen!“
Und alles was mir jetzt noch zu sagen bleibt ist: ALLE MANN NACH MAIBACH im August 2011!!!!!!!!!
See you there!
Eure Celi :)
August 2010
Celia Kuch going for Podium at Rhein-Neckar-Cup in Germany
http://www.sportzhub.com/site/index.php?option=com_content&task=view&id=10425&Itemid=1
"Celia Kuch is an Auckland-based professional triathlete, who is doing very well on the European triathlon scene at the moment. She is currently in Germany competing in the same triathlon team with Nina Kuhn, in the Rhein-Neckar-Cup Triathlon series.
With 4 races overall, the 3 best races will count towards the final cup points, and Nina and Celia both have 1 race left to go, "Because the first race was at the same day as Challenge Kraichgau, Nina and I could not compete at Race #1. The 2nd race was the Römerman in Ladenburg where I came 4th - just 20 seconds ahead of a tired (2-times and current European Champ) Sandra Wallenhorst, and only 2 minutes away from 3rd place getter and fellow team-member Nina Kuhn. Nina is a very strong cyclist and usually posts the fastest bike splits in these very hilly races.
We had 900 plus meters to climb on 41 km in the Römerman and 1000 meters in 32km at the Heidelbergman yesterday. You really need a pair of strong legs to get anywhere in those races. But they are awesome fun," said Celia.
Kuch managed another 4th place at the Heidelbergman which was race #3 in the series with teammate Nina finishing 3rd, "Because of roadworks the race organisers for the Heidelbergman had to shift T1, which would have resulted in a 1km swim against the current to get from the Start line to T1. However, because the current was too strong on the morning of the race they made a Duathlon out of it.
So we had a 5km run that had about 450 meters of climbing on the first 2.5 kilometers before heading back to T1 to get onto our bikes and smash our legs on the 2-lap bike course, after a hardcore kobblestone section through the old part of Heidelberg.
We finished the race with a 10km run and 500 meters (plus) climb back up the famous "Philosophenweg" in Heidelberg. 5km out and back Jenny Schulz - German Duathlon Champ - won it with a big smile on her face. Well-deserved. She was flying. Behind her Tina Tremmel - a local talent - followed by Nina Kuhn. The overall 2nd Rhein-Neckar-Cup 2009 finisher and, as mentioned before, monster-cyclist," said Kuch.
Nina and Celia have an action-packed race schedule this season, where they are squeezing another race in before their final Race 4 of the Rhein-Neckar-Cup Triathlon series, "Nina will do the Wiesbaden 70.3 on August 15th. I will do another sprint race in Frankfurt on the same day. On August 22nd is the last Rhein-Neckar-Cup Race in Viernheim. Nina and I will both compete to try and get onto the Podium. My main races for this season will be Challenge Walchsee-Kaiserwinkel in Tyrol(Austria) on September 5th and Challenge Barcelona in Spain on October 3rd," said Celia.
All the best for our 2 extraordinary athletes Celia and Nina going hard out on the European race circuit this season, and here's hoping there's a podium finish at the end of Race 4 in the Rhein-Neckar-Cup Series for you both."
THANKS for this looovely report to Steve and the team at Sportzhub (www.sportzhub.co.nz)
Celia :)